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Wir sind Nicole und Raphi Schibli aus Fislisbach und möchten euch hier
in ein paar wenigen Worten schildern, wie es zu US-CARS-FAHREN.CH gekommen ist.
 
Wie so häufig bei Jungs ziehen mich Autos seit meiner jüngsten Kindheit magisch in
ihren Bann. Stundenlang konnte ich mit meinen Lego- und Matchboxautos, oft mit
überhöter Geschwindigkeit, durch meine Lego City düsen.
 
Als es dann endlich soweit war und ich selbst bei richtigen Autos hinters Steuer durfte,
haben es mir vor allem italienische Autos mit einer grünen Schlange im Logo angetan.
Je höher mein eigenes Alter, desto tiefer die Jahrgangszahlen meiner favorisierten Autos.
 
Als dann im Jahr 2005 meine Frau von ihrer Kuba-Reise zurückkam, war sie Feuer und Flamme für die "Kuba-Cars", die amerikanischen Klassiker welche das Strassenbild im Lande des Rums prägen.
Natürlich wissen auch die Kubaner, was den Besuchern ihrer schönen Heimat gefällt. So werden an diversen Ständen am Strassenrand selbstgemalte Bilder dieser alten US-CARS angeboten. Und eben so ein Gemälde eines wunderschönen "Kuba-Car" in Pastellfarbe hat
meine Frau als Souvenier mit nach Hause gebracht.
Da sich jedoch kein geeigneter Platz für das Kunstwerk finden wollte, landete es kurzerhand auf dem Estrich... und geriet in Vergessenheit.
 
Ganze sieben Jahre sollte es dauern, bis bei uns das Thema us-cars wieder aktuell wurde. Da wir uns von unserem Motorrad trennten, musste
ein anderes motorisiertes Spielzeug her. Etwas das nicht so gefährlich ist, nicht so schnell, und bequem sollte es auch sein.
Es war dann rasch klar, das nun die Zeit für ein "Kuba-Car" gekommen war. Ebenso klar war, meiner Frau etwas mehr als mir, dass der
Oldtimer in einer Pastellfarbe erstrahlen sollte.
 
Schnell zeigte sich jedoch, dass der schweizer Markt nichts hergab, was unseren Vorstellungen entsprach. So wurde die Suche nach
einem passenden Gefährt, Internet sei Dank, in die USA ausgedehnt.
 
Bei der Jagd nach dem geeigneten Fahrzeug war von vornherein klar, dass der Oldie komplett im Originalzustand sein sollte, damit er dann auch ohne Probleme die eidgenössische MFK durchläuft.
Nach nächtelangem surfen wurden wir dann schliesslich in Pennsylvania bei einem Händler für US-Klassiker fündig. Ein wunderschöner
Chevy Bel Air in blendendem Pastell-Hellblau mit Jahrgang 1954.
 
Sechs lange Wochen später traf der '54 Chevy in der Schweiz ein und es stellte sich heraus, das er in einem wirklich guten Zustand war.
Kurze Zeit später erinnerten wir uns an das Gemälde von Kuba, welches nun doch, da wir ja jetzt ein "Kuba-Car" hatten, in unserem zu Hause
eine Wand schmücken sollte.
Als wir die Malerei hervorholten staunten wir nicht schlecht. Das Auto auf dem Bild war ebenfalls ein Chevy Bel Air mit Jahrgang 1954. Exakt das gleiche Modell wie nun bei uns in der Gargage stand, nur die Farbe war eine andere.
So wie es schien, hat wohl dieses Bild gut sieben Jahre zuvor bei uns einen nachhaltigeren Eindruck hinterlassen als gedacht.
 
Nach drei Jahren '54 cruising hatte ich folgende Idee: Ich lasse mir wieder aus den USA einen '57 Bel Air einschiffen, frische ihn für die
MFK etwas auf und verkaufe danach das Auto mit etwas Gewinn. So konnte ich meinem Hobby frönen und zugleich noch etwas Sackgeld
verdienen.
Nachdem ich Nicole davon überzeugen konnte, wurde schnell ein rotes Exemplar gefunden und auch gleich geordert.
Nach dem Eintreffen des Fahrzeuges hat sich gezeigt, dass es sich zwar in einem durchaus guten Allgemeinzustand befand, jedoch nicht
ganz so toll da stand wie dazumals der 54er.
So galt es unter anderem die Seitenscheiben zu ersetzen, neue Bremsen inkl. Bremsleitungen, ein neuer Tank musste her, die vordere
Sitzbank hatte einen Riss, das Automatikgetriebe war undicht und noch diverse andere Kleinigkeiten mussten gemacht werden.
Und wie es so ist, kommt bei der Demontage des Autos meistens mehr zum Vorschein, als auf den ersten Blick zu sehen war. So mussten
im Fussraum von Fahrer und Beifahrer neue Bodenbleche eingeschweisst werden, da die Alten aussahen wie ein grosses Stück Emmentaler Käse.
 
Dadurch dass die To do Liste länger war als erwartet und ich häufig an den Wochenenden lieber mit der Familie etwas unternommen habe
als unter dem Chevy zu liegen, hat sich die Instandsetzung etwas in die Länge gezogen. Mittlerweile kannte ich den Wagen in und auswendig und ich war immer weniger begeistert von dem Gedanken den Bel Air wieder zu verkaufen.
 
Oft wurden wir von Bekannten angefragt, ob sie einen der Chevys für die Hochzeit ausborgen könnten. Und fast eben so oft kam die Frage, ob
sie den Oldtimer auch selbst fahren dürfen. Wir sahen dann jeweils keinen Grund diesen Wunsch abzuschlagen.
Die Leute haben uns Monate nach der Hochzeit noch vorgeschwärmt wie toll es war an ihrem grossen Tag selbst mit dem "alten Auto"
zu fahren oder vom Trauzeugen chauffiert zu werden.
 
Diese positiven Rückmeldungen haben uns dann auf die Idee gebraucht, unsere Fifty Cars zu vermieten, und zwar zum selber fahren.
So kann an der Hochzeit das Brautpaar selbst hinters Steuer sitzen, oder sich vom Trauzeugen oder von sonst jemanden chauffieren lassen.
Natürlich können die Amis auch für jeden anderen Anlass oder einfach zum selber cruisen und Spass haben gemietet werden.
So lange sie wieder ganz zurückkommen, spielt der Verwendungszweck ja eigentlich keine Rolle.
 
Nun hoffen wir, dass wir dadurch möglichst vielen von Euch eine Freude machen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern können!!!